Geschichte

Das Grundkonzept
Das oberste Ziel der Formel V war und ist es, eine Rennsportklasse für jeden Motorsportfan zu sein.

Es können vom 16 jährigen Neueinsteiger bis zum 66 jährigen alten Hasen, alle in der Formel V starten und natürlich auch gewinnen. Die Formel V wird weder mit Profifahrern wie in der Formel besetzt, noch mit reinen Nachwuchsfahrern, wie in der ADAC Formel BMW. Die Rennen werden jedes Jahr in Deutschland und in Europa ausgetragen. Die Fahrzeuge basieren auf Großserienteilen, wie z.B. Achsen, Getriebe und Motorblock, natürlich werden alle Serienteile für den Rennsport speziell überarbeitet.

Der weltweite Erfolg bestätigt dieses Konzept seit mehr als 30 Jahren. Die Rennserie ist in folgenden Ländern, bzw. durch folgende Fahrer vertreten: Beneluxländern, England, Irland, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, Südafrika und USA.

Die Geschichte
Es begann im Jahre 1959 in Amerika, als der sportbegeisterte VW-Händler H. Brundage erstmals die Idee hatte, aus Serienteilen eines Käfers ein günstiges Sportgerät zu bauen. Verrückte Käferumbauten Sand-Buggys und dergleichen, gab es schon länger, aber Brundage war der erste, der aus Käferteilen, mit Hilfe eines Gitterrohrrahmens ein reines Formel Fahrzeug für den Rennbetrieb geschaffen hat. Die Resultate waren zuerst nicht berauschend, erst als ihm die Herren Smith und Duckworth etwas zur Hand gingen und das zunächst störrische Gefährt gründlich modifizierten, war der erste Formel V geboren.

1962 waren bei dem Rennen in Savannah erstmals vier Fahrzeuge der neu geschaffenen Formel V am Start. Die noch neuen und vermeintlich langsamen Käfer Ableger mußten deshalb am Ende des Feldes starten, mit einem sensationellen dreifach Sieg endete der Lauf, und der Siegeszug dieser Formel war nicht mehr aufzuhalten. Am 18. Januar wurde die Formel V Racing Association gegründet, bis heute ist die Formel V unter der Schirmherrschaft des Sportcar Club of America (SCCA) die teilnehmerstärkste Klasse im Formel Rennsport in den USA.

Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich der Formel V Virus um die ganze Welt. Unter anderem wurden in Australien, den Beneluxländern, England, Frankreich, Irland, Kanada, ?–sterreich, Schweiz, Skandinavien, Südafrika, Südamerika und natürlich in Deutschland, Formel V Clubs gegründet und Rennen ausgetragen. Schon nach wenigen Jahren war und ist die Formel V die größte und weitverbreitetste Rennklasse die es je gab.

Huschke von Hanstein, war es, der 1965 in seiner damaligen Funktion als Porsche Rennleiter die ersten zehn Formel V Fahrzeuge nach Deutschland reimportierte. Zunächst ging es auf Vorstellungsturnee von Rennstrecke zu Rennstrecke . 1966 wurde dann erstmals eine Deutsche Meisterschaft ausgetragen.

Bis heute gingen mehr als eintausend Fahrer durch die harte Schule der Formel V.

Die ehemaligen Starterlisten lesen sich wie das who ist who des internationalen Rennsports, wie z.B.:

Formel 1 Weltmeister Niki Lauda
Keke Rosberg
Jochen Rindt
Emerson Fittipaldi
Nelson Piquet
Jochen Maas
Dieter Quester
Klaus Niedwitz
Marc Surer

Diese Fahrer stellen nur die Spitze des Eisberges dar, in fast jeder Rennklasse findet man erfolgreiche Fahrer, die bereits in der Formel V gefahren sind. Die Formel V ist dabei keine reine Nachwuchsklasse, wie die Formel ADAC BMW Junior, sondern Neueinsteiger müssen sich nicht nur untereinander durchsetzen, sondern treffen auch auf alte Hasen mit langjähriger Motorsport-Erfahrung und optimalem Material. Für spannende Rennen ist gesorgt.